Na, das nenne ich mal Bock auf Fußball: letzten Dienstag in Rostock gefeuert, war Ex- Trainer Daniel Brinkmann schon am Tag danach wieder auf dem Platz und kickte bei seinem Heimatverein in Horn- Bad Meinberg in der Kreisliga A und spielte 90 Minuten durch. Vielleicht ist es auch eine gute Art, nach einer Freistellung abzuschalten?
Nachfolger wird André Breitenreiter, der nach seinem letzten Engagement in Hoffenheim auch schon länger nicht mehr irgendwo als Kandidat gehandelt worden war. Und auch als Dauer- Schnacker an irgendeinem Mikro hat man ihn lange nicht mehr gesehen. Wie gut also, dass er in Rostock gleich „positive Energie“ gespürt hat. Vielleicht desto mehr, nach dem Steffen Baumgart abgewunken hat?
Hansa traut sich immerhin was, indem man (Ex-) Erstligatrainer anspricht. Was draus wird, bleibt abzuwarten, ob sich Ansprüche und Wirklichkeit annähern lassen.
Gladbachs Neuer hingegen ist Alex Blessin. Ein Klassenerhalt und ein Abstieg mit St. Pauli sind seine Empfehlung für die Fohlen. Und ja, belgischer Pokalsieger ist er geworden, mit dem Verein, der so klingt wie französische Fluppen. Ob das ausreicht bei der Borussia, die ihre Heimspiele immerhin attraktiver zu verlieren versteht als die Auswärtsauftritte?
Sandro Wagner hat das Schlagzeilen- Duell mit dem Bundestrainer aufgenommen, steht nun erstmals im Training bei 96 und kann Kind und Boldt zeigen, dass er als Alternative zum Konzept- Titz mit dessen Kader noch Fahrt aufnehmen kann.
Wo wackelt es noch? Ach ja, noch ein Wagner. René heißt er und steht in Köln unter Dauerbeschuss. Typisch Kölle halt. Wie lange ihm die Bosse noch den Rücken stärken werden? Immerhin ist die Länderspielpause diesmal ja lang genug, dass man zwischen den vier Spielen und dem Zirkus drumherum in aller Ruhe Personalien überdenken kann.