Anschuldigung und Treppenwitz

Unschuld, Dein Name sei Infantino. Und natürlich gilt auch für den Präsidenten der FIFA jene Vermututng. Alles andere beschädige ihn und sein Amt, aber das ist ja sowieso nicht mit dem besten Ruf behaftet.

Was soll’s also, wenn man sich da zur „Strafaufklärung“ gleich mit dem Schweizer Bundesanwalt getroffen hat? Ohne Protokoll, selbstredend – aber wieso eigentlich?

„Im Rahmen dieser Sitzungen hat sich nichts auch nur im Entferntesten Illegales ereignet respektive hätte sich die Möglichkeit dazu ergeben“, schrieb Infantino. „Allein der Gedanke, dass dies der Fall gewesen sein könnte, ist absurd.“, zitiert ihn die Süddeutsche Zeitung. Geht es vielleicht auch ’ne Nummer kleiner? Oder weniger blumig?

Anstiftung zum Amtsmißbrauch wird Infantino vorgeworfen. Ich kann mir vorstellen, in Kreisen der FIFA weiß niemand, wie man das überhaupt buchstabiert….

Aber richtig lustig ist, daß die Forderung, Infantino aus dem Spiel zu nehmen, von keinem Geringeren kommt als von dessen Vorgänger! Der Blatter Sepp, ein Meister des Treppenwitzes.

Gar nicht so heiß

Während unsereiner längs durch due Republik fährt und Blogkollege Sigurd den virtuellen Plattenteller rotieren läßt, steht den Kickern vom FC Bayern ein relativ überschaubarer Abendauftritt bevor.

CL- Achtelfinale gegen Chelsea mit einem 3:0 aus dem Hinspiel im Rücken. Da mußt Du als Flickhansi wohl schon die hohe Kunst aufbieten, Deiner Mannschaft die Sinne zu schärfen, das Ganze hochkonzentriert anzugehen.

Und selbst wie Wenigen, die anno 2012 beim verpatzten Finale dahoam auf dem Platz standen, dürften von später Revanche nicht viel wissen wollen. Dazu ist das Business dann doch zu schnellebig.

Real Madrid und Juventus Turin sind hingegen schon fertig mit dem Wettbewerb für diese (alte) Saison. Und somit hat Bayern zwei Brocken weniger aus dem Weg zu räumen, wenn denn tatsächlich beim Turnier in Lissabon der ganz große Wurf gelingen sollte.

Da verwundert es in der Tat, wenn sie wenige Wochen später gleich das Eröffnungsspiel der Liga bestreiten sollten. Aber egal: ein Heimspiel gegen Schalke, das sollte schon zu wuppen sein, oder etwa nicht?

Das Borussen- Duell am ersten Spieltag Mitte September dürfte Spannung beinahlten, der Rest erscheint eher mager – ganz so, als würde man sich den Rahmenbedingungen anpassen.

 

Erst am Ende der nächsten Woche werde ich wieder mitkommentieren. Ein paar Tage Wegfahren stehen an. Aber nbatürlich seid Ihr weiterhin eingeladen, hier reinzuschauen und zu diskutieren.

Spielplan – na, und?

Bayer ist weiter und Eintracht ist draußen – oder anders gesagt: nach dem 0:1 in Basel können die Frankfurter ein wenig durchschnaufen statt die Europa League noch zu Ende zu spielen, während man ganz zart schon mit der Vorbereitung der neuen Saison gespielt hat.

Leverkusen hingegen hat sich für das EL – Turnier qualifiziert, genießt eine kurze Anreise zum Viertelfinale. Montag in Düsseldorf geht es gegen Inter Mailand, wahrscheinlich auch abseits des Free-TV.

Und es ist ja wahrlich seltsam: Bayer- Gegner Glasgow hat bereits das erste Spiel der neuen Saison hinter sich. Leverkusen spielt im Idealfall noch zwei Wochen die alte Spielzeit durch.

Mittags um 12 Uhr soll dann für ganz viel wochenendlichen Gesprächsstoff gesorgt werden – die neuen Spielpläne erscheinen.

Zeitgenau werden sie ohnehin erst während der Saison festgezurrt, aber in Pandemie- Zeiten ist das ja eh nachrangig. Hauptsache, die Spieler wissen noch, wann sie wo und gegen wen spielen. Und dafür haben sie ausreichend Betreuer und der Busfahrer sein Navi.

Die ersten Pflichtspiele der neuen Saison sind übrigens Länderspiele. (Werbe-) Verträge sind halt einzuhalten, dann geht es Mitte September zeitgleich in den ersten drei Ligen los.

In der Bundesliga als Dokument der Eintönigkeit übrigens zum achten Mal in Folge mit Meister Bayern beim Eröffnungsspiel.

Und natürlich mit reduzierter Zuschauerkulisse. Je nach Lockdown oder Lockerungen. Aber wonach schaut man überhaupt diesmal? Auf den engen Zeitplan mit sechs Spieltagen im Januar? Auf die Hatz durch die europäischen Gruppenphasen?

Andererseits sparen die Jungs ja auch Zeit. Kein Gang in die Fankurve, kein albernes Humba- Tanzen, keine Selfies mit der Anhängerschaft. Da regeneriert man schonmal schneller.

Mich interessiert am ehesten noch, ob attraktive Spiele so spät in der Saison stattfinden, daß der Hauch einer Chance auf Publikumsbeteiligung besteht. Ansonsten war es mir noch nie so dermaßen egal, wer wann gegen wen spielt.

Bewegung im Kasten

Da ist ja richtig Bewegung gekommen in die Torwartpositionen in der Bundesliga. Kann doch nicht alles am geplatzten Transfer von Freiburgs Schwolow nach Schalke gelegen haben, oder?

Nun also Hertha. Ausgerechnet Hertha, stöhnen die Altinternationalen unter den Schalke- Fans. Man macht schon was mit in diesen Zeiten als Königsblauer und könnte sich bekloppt fühlen wie ein Billig- Schnitzel.

Immerhin eines dieser Europa League- Spiele findet auf Schalke nun statt. Das Gute daran: Schalker spielen nicht mit.

Stattdessen können sie sich mit einmal vorstellen, den längst rasierten Keeper Fährmann wieder im Tor stehen zu haben. Sein Ausflug nach England war nicht von Dauer, aber Überflieger Nübel kämpft nun in München um den Platz auf der Bank und Talent Schubert sollte eigentlich die Bank von Schalke sicher haben.

Schwolow heuert also bei Hertha an. Neue Herausforderung nennt man das dann und es liegt am Torwart und am Investor, ob es wirklich auch ein Schritt nach vorn werden wird. Nach wie vor wird er dem Jogi vorspielen. Sucht der noch einen dritten Mann für die verlegte EM?

Unions Ginkiewicz geht nach Augsburg, dort verlassen gleich zwei Torhüter den aufgeblähten Kader, von dem man für die neue Saison noch wenig weiß, was man davon halten soll.

Und dann ist ja noch jemand aus den Untiefen der 2.Liga fast auf dem Markt. Vertrag hin oder her – Weltmeister Ron- Robert Zieler wird bei Hannover zur Nummer drei degradiert. Fühlt sich einerseits zu heimisch dort, um freiwillig gehen zu wollen. Aber ein Jahr auf der Tribüne oder abzuwarten, wann der nächste Trainer bei 96 anheuert – ist das wirklich eine Alternative?

Außerdem ist das Transferfenster ja noch genau zwei Monate geöffnet – da kann Heimatverbundenheit auch ein anderer Begriff für Zocken und Verhandeln sein. 😉

Sofa- Sport

Nahezu unbemerkt dürfte es nun weiter gehen it der Europa League. Wolfsburg spielt in der Ukraine gegen Donezk. Mit oder ohne Zuschauer? Weiß ich, offen gestanden, gar nicht, und wer sich bei diesem Kassenschlager noch schnell den Streamingdienst bucht? Das dürften nicht allzu viele sein.

Wolfsburger Verhältnisse – die gibt es zunächst dann auch in den ersten beiden Ligen, wenn sie denn wieder kicken.

Da wurde eine Menge beschlossen – manch einer meinte, abgenickt – bei der DFL- Tagung.

Mit dem limitierten Einlaß für Zuschauer mußte man rechnen – und da haben sich diejenigen Vereine ein Problem geschaffen, deren verkaufte Dauerkarten die Zahl der Zuschauer übersteigt. Mal schauen, wie das gelöst werden soll. Vielleicht per Lostrommel? Allzu sehr sollte man das Tribünenheldentum und Solidaritäts- Tickets nicht strapazieren.

Limitiert heißt natürlich dann auch personalisiert. Da braucht es bei aller Nachvollziehbarkeit dann auch das Vertrauen in die handelnden Personen, wo die Daten denn abbleiben. Jeder Restaurantbesucher hat da inzwischen ein Gespür entwickelt, vermute ich.

Gästefans wird es bis auf Weiteres auch keine geben. Spart Arbeit im Vorfeld und man bringt noch ein paar Heimfans unter. Kann dann vielleicht noch mobile Sitze anbringen, wo sonst Stehplätze sind. Selbstverständlich vorübergehend, aber zunächst einmal sind Stehränge aus der Spielordnung genommen worden.

Das sieht so aus, als würde Fußball noch eine ganze Weile lediglich ein Fernsehsport sein. Die Abo- Verkäufer wird es freuen, aber wen eigentlich noch? Und werden wir uns bis Jahresende vielleicht auch daran gewöhnt haben und freiwillig daheim bleiben? Ist es nur wirtschaftliche Notwendigkeit, daß viele Vereine den „e-sport“ wieder abgeschafft haben – oder ist realer Sofafußball dann doch die bessere Variante als die Daddelei?

Verkaufsobjekte – was sonst?

Da lacht der Hoeneß- Uli wahrscheinlich so sehr, daß der heimische Tegernsee Wellengang verzeichnet. Aus dem Ruhestand kommt die Abteilung attacke mal eben U-Boot-mäßig an die Oberfläche.. Die eigenen Leute angeblich nicht eingeweiht, der Gegner aus Dortmund überrascht.

Aber nicht überrascht genug, um nicht gleich zu kontern. Susi Zorc erzählt was von stinkenden Geldhosen und der Rest der AG steuert auch noch etwas dazu bei.

„Wie soll ein Spieler die DNA des Vereins hundertprozentig aufsaugen, wenn er das Gefühl hat, ein Verkaufsobjekt zu sein“, so die zentrale Hoeneß- Kritik via FAZ.

Um das einmal aufzugreifen:

Ist einem jungen Spieler heutzutage denn nicht absolut klar, daß er Verkaufsobjekt ist und auch in den nächsten zehn oder zwölf Jahren sein wird? Dabei ist es doch auch egal, um welchen Verein es geht. Bei den Großen der Liga sind die Verkaufsmargen in der Regel größer, die Kleinen sind dafür noch mehr darauf angewiesen, daß die Spieler weiterziehen.

Manche Vereine sehen sich von vorn herein als Ausbildungs- Clubs und haben das zu ihrem Geschäftsmodell gemacht. Ich denke da an Paderborn oder Fürth.

Was soll man etwa in den Niederlanden sagen, deren Eredivisie quasi zur Ausbildungsliga geworden ist? Ein gutes Jahr für Ajax – und schon ist die Mannschaft in alle Winde vertickt.

„Die DNA aufsaugen“ ??? Wann und vor allem: warum? Die Romantik ist doch nur noch Folklore, das weiß von den Machern im Grunde jeder. Und Teil der Folklore sind halt auch die verbalen Scharmützel zwischen Bayern und Dortmund. Wer’s braucht…

Nein, der Tuchel klaut nicht!

…und schon gar keine Kinder, wie es der Boulevard in Düsseldorf vor rund einem Jahr vermeldet hatte. Eine Schlagzeile zur Eröffnung der Paris Saint Germain Football Academy Germany.

Und auch die Kritik aus Bundesliga- Kreisen ist inzwischen längst versandet, hört man vor Ort. Also auf der weitläufigen Anlage des Düsseldorfer SV. Clubheim mit Terrasse, drei Plätzen und alles mit den Fahnen von PSG geschmückt.

Namen nennt die Academy auf ihrer Website keine, das erscheint auf den ersten Blick ein wenig seltsam. Doch sie haben auch keine „Zugpferde“ in den Reihen ihrer Trainer.

Die müssen – bevor sie Kids trainieren – zu einem Workshop nach Paris. Dort geht es dann um „Philosophie“ – ein Wort, das immer wieder fällt. Das Spiel betreffend aber auch das Auftreten gegenüber den Kindern ist Thema. Drei positive Kritiken gegenüber einer negativen – das gilt als Faustregel, erzählt der 18-jährige Cheftrainer.

Etwa 200 Euro kostet ein dreitägiges Feriencamp, alternativ kann auch individuelles Training (wie Nachhilfe in der Schule zu sehen) angeboten werden oder ein Kind/ Jugendlicher wird Teil der Akademie. Mitgliedsbeitrag: einhundert Euro im Monat. Alle sechs Monate dürfen übrigens zwei Kids in Paris bei PSG vorspielen.

Mit ihren Jugendmannschaften will die Akademie am örtlichen Spielbetrieb teilnehmen. Dazu braucht es den gastgebenden Verein Düsseldorfer SV. Der muß für die Spielerpässe herhalten, im Spiel aber werden Spieler und Trainer PSG- Klamotten tragen.

Die PSG Football Academy ist übrigens – daraus machen sie vor Ort kein Geheimnis – eine GmbH mit Sitz in Düsseldorf, die bei PSG die Lizenz erworben hat, deutschlandweit unter denren Namen und mit deren Philosophie und Lehrplänen Kindern Fußball beizubringen.

Die Trainer kommen häufig aus dem Umkreis und haben bislang maximal im mittleren Amateurbereich gearbeitet. Fünfzehn Trainer arbeiten hier mit den Kindern, inclusive Torwart- und Athletiktrainer und Physios.

Die PSG Academy in Düsseldorf ist eine von siebzehn weltweit. Aus all denen haben es bislang je twei Kinder aus den USA und Brasilien in den Jugendbereich von Paris Saint Germain geschafft. Ein weiter Weg zum Tuchel, oder?

https://www.deutschlandfunkkultur.de/feriencamps-von-paris-saint-germain-nachwuchsfoerderung.966.de.html?dram:article_id=481649

 

Reste kicken

Das hätte man ja fast schon vergessen: Europa steht nochmal vor der Tür bzw. vor dem Fernseher. Natürlich mit entsprechendem Vorlauf und die verbliebenen CL- und EL- Teilnehmer sind schon längst aus ihrem Urlaub zurückgekehrt.

Trainiert wird und gestestet, letzteres natürlich mit Fernseh- Publikum – ganz so, als müsse man als Konsument so mitten im Sommer 90 Minuten Stillsitzen auch erst wieder einüben.

Bayern ließ sich immerhin vom Telekom- Sender übertragen, mit dem Teasing, doch bitte demnächst das Bayern- Club-TV zu abonnieren. Und nachden Leipzig und Wolfsburg im Stillen getestet hatten, lief Frankfurts Generalprobe gegen Ex- Trainer Kovac und sein neues Team aus Monaco dann im Free TV. 1:1 soll es ausgegangen sein und Eintracht- Trainer Hütter möchte das 0:3 aus dem Basel- Hinspiel gern vergessen machen.

Unter uns: ich hatte es schon fast vergessen, das liegt schließlich eine Pandemie und ein paar Monate zurück.

Aber egal: das Buffet ist bestellt, also wird es auch abgeräumt, notfalls mit einem Resteessen am anderen Morgen. In diesem Fall: nach einigen Monaten.

Hat jemand Appetit darauf? Da traue ich mir durchaus zu, daß ich das Einschalte nnächste Woche schlichtweg vergessen könnte.

In Serie

Da können die Sportfreunde vom „Spiegel“ ja schon fast eine Serie draus machen und der Jogi steuert die Nachrufe bei.

Wieder hat im Exclusiv- Interview mit dem bekannten Sportmagazin 🙂 ein Ex- Nationalspieler seinen Rücktritt erklärt. Neulich Schürrle, nun als Benedikt Höwedes. Stilecht traf man sich dann auf dem Gelände seines Jugendvereins TuS Haltern.

Die haben – angeblich aus Bekenntnis zum wahren Amateurfußball – alles veräußert, was sie zuvor bei den Vereinen der Umgebung zusammengekauft hatten. Da scheint es weniger eine Frage der Amateur- Ehre zu sein als eine der Kohle.

Nun kann ja Höwedes dort einspringen, nachdem Kumepl und Haltern- Präsident Metzelder öffentlich, sagen wir, nicht mehr so präsent ist.

Höwedes also hat seine Karriere beendet, den Vertrag in Moskau aufgelöst. Familie geht vor Profitum. Das Geld sei ihm übrigens auch nicht so wichtig – so reden zu können, in diese Position hat ihn aber gerade der Fußball gebracht.

Den er zum Abschied – ich möchte fast sagen: pflichtgemäß – kritisiert. „Ich wusste, dass es in dem Geschäft knallhart zugeht. (..) Aber ich hatte immer nur die Sonnenseite kennengelernt. Dann habe ich die volle Breitseite bekommen.“ Tja, und jenseits der Sonner war es ihm zu schnell zu kalt?

Aber das möchten die Leute halt gern hören, zumal in dieser Corona- Zeit. Und noch etwas kommt gut an beim Spiegel- Leser: Generalkritik. Fußball hätte, so Höwedes, „sich brutal entwickelt. Und dabei immer weiter distanziert von den normalen Fans. Da geht etwas verloren.“

Schön, daß er das jetzt erst merkt, oder? – Und erbraucht ja nur in seinem Heimatverein zu schauen. Solange Metzelder dort noch präsidabel war, thronte der auch in der Geschäftsstelle über den Zuschauern statt sich unters Volk zu mischen. Und verkaufte dies als „wahren Fußball“.

Warum kann man mittlerweile als Fußballer nicht mehr einfach zurücktreten und gut ist’s?

(K)lein- Konzept

Da wird viel und auch heftig über die DFL- Vorschläge hinsichtlich Zuschauer in den Stadien in der neuen Saison diskutiert. Doch das Hochprofitum ist ja nur die eine Seite des Fußballs.

Denn natürlich gelten Zulassungsbeschränkungen auch auf den vielen kleinen Plätzen des Landes. Maximal 300 Leute sind zugelassen und die wollen erst einmal gezählt sein. Separate Ein- und Ausgänge geschaffen natürlich auch.

Ein Sechstligist wird es am Sonntag so handhaben, daß man seine Karte online vorbestellen und gegen Identifizierung dann vor Ort entgegen nehmen kann. Für Kurzentschlossene gibt es dennoch einen Stapel konventioneller Tickets am Stadioneingang. Dauert halt nur alles länger mit dem Listeneintrag wegen der Nachverfolgung.

Letztes Wochenende hat ein anderer Verein in dieser Größenordnung zwar ein „Gästekontingent“ (im Gegensatz zum DFL- Vorschlag) bereit gehalten. Doch gab es Karten nur im Vorverkauf…

Das heißt unterm Strich allerdings: die personalisierte Eintrittskarte hat den Amateurbereich schneller erreicht als die Profi- Clubs. Auch wenn manch ein kleiner Verein im Regelbetrieb in der Liga leider ohnehin nicht an die Grenzen der erlaubten Zuschauer heranreichen wird. Aber dort, wo es noch nach Fußball aussieht, scheinen sich die Leute einfach wieder auf den rollenden Ball zu freuen und schauen sogar Testspiele an.

Wundert es dann eigentlich noch, daß im DFB- Pokal manche Amateurvereine am Hygienekonzept scheitern und ihr Heimrecht verlieren werden?

Dafür dürfen sie dann als Trostpflaster auch mal dort kicken, wo sie sportlich nie auflaufen werden. In einer nahezu leeren großen Arena. Da darf man vor allem gespannt sein, wer dann die Kosten für den Umzug trägt. Bei sonstigen Pokalverlegungen in größere und sky-gerechte Stadien bleibt das nämlich auf den Amateuren hängen.

Nur der Tausch des Heimrechts war bislang nicht möglich und damit die Entscheidung für mehr Zuschauereinnahmen und gegen das Volksfest auf’m Dorf.

Aber plötzlich „geht“ ja so vieles, was vor einem halben Jahr unverrückbar schien.