Stabilisierung versucht

Da spielte Blogkollege @sigurd auf seinem Internetsender gerade „Shocking Blue“, als im Berliner Olympiastadion die Vorentscheidung fiel – gegen die blau- weiße Hertha und für die TSG Hoffenheim. Das zweite von drei Gegentoren, die das Team von Bruno Labbadia kassierte. Der dürfte nach diesem 0:3 angezählt sein, denn siebzahn Punkte in siebzehn Spielen versprechen nicht die große weite Welt, in der man sich in der Führung und im Umfeld der Hertha so gerne sähe.

Hoffenheims Trainer Hoeneß dürfte mit diesem Sieg die Gemüter ein wenig beruhigt haben – bleibt er zwar auch hinter den Zielen zurück. Hat aber immerhin das Verletzungspech als Begründung und das europäische Überwintern als Faustpfand, falls es eng werden sollte.

Für Werder war in Gladbach mehr drin als eine 0:1- Niederlage, doch in einer Situation hatten sie dann hinten das Nachsehen, während sie vorne Chancen vergaben, die zu mindestens einem Punkt hätten führen müssen.

Die andere Borussia verlor – wieder einmal. 1:2 in Leverkusen, doch diesmal scheint der Trainer nicht als Schuldiger herhalten zu müssen. Vorerst. Wenn der Auswärtssieg vor anderthalb Wochen in Leipzig als Maßstab gedacht war, so hat man den ohne jede Mühe unterboten.

Oder besser: ohne jegliche Bemühungen in der ersten Spielhälfte. Nur beim 1:1 war der BVB dran, fing sich aber einen entscheidenden Konter ein in einer Partie, die zum Ende hin rauf und runter ging. Mit sechs Niederlagen hat Dortmund nur eine weniger als Bayern, Leverkusen und Leipzig zusammen!

Das vom Trainer festgelegte Minimalziel CL- Quali kann auch noch ins Wanken geraten. Wolfsburg ist nach dem 2:0 in Mainz schon punktgleich mit Dortmund, Union kann mit einem Unentschieden in Leipzig den BVB in der Tabelle überholen. Frankfurt bei einem Sieg in Freiburg ebenfalls aufschließen.

Am Ende der Tabelle verlor Mainz und wahrscheinlich hoffen sie dort auf ein Unentschieden zwischen den Konkurrenten aus Schalke und Köln. Wobei den Königsblauen Rückkehrer Huntelaar helfen soll. Ich bin mal gespannt, ob er von Beginn an spielt und den zuletzt vierfachen Torschützen Hoppe ins zweite Glied verdrängt.

Augsburg dürfte vergebens auf Bonuspunkte gegen Bayern hoffen, Bielefeld versucht sich gegen Stuttgart.

9 Gedanken zu “Stabilisierung versucht

  1. Was man so liest, war es wohl eine unglückliche 0:1 Niederlage, bei dem Werder in der zweiten Halbzeit gut mitgespielt haben soll. Nun müssen die Punkte gegen die Hertha her und das wird sicherlich sehr schwer.
    Denn ich kann mir kaum vorstellen, dass dort die 0:3 Klatsche so hingenommen wird.

    Fatzke wird so langsam in Erklärungsnot kommen. Mal sehen, wann Klopp wieder das Maß aller Dinge wird, sodass kein Trainer bei den BeklopptenVomBorsigplatz anfangen will.

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    1. Da war mehr drin für Werder. Erste Halbzeit unter Druck, aber defensiv gut gestanden. Dann immer mehr auch nach vorne. Der Pfostentreffer als Großchance. Den Abpraller hat der Keeper der Gladbacher in den Rücken gekriegt…

      Der Aki schickt jetzt erstmal den unverbrauchten Trainer vor die Mikrofone und sollte allmählich mal die Gewinnwarnung für seine Ak(i)tionäre formulieren.

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  2. „Wir machen zu wenig Tore. Wenn wir es schon nicht schaffen vom Elfmeterpunkt das Tor zu machen…Das ist das, was uns heute das Genick gebrochen hat“, sagte Labbadia (und greift damit dann eben auch Piatek an).

    Komisch, ich hatte das gar nicht so in Erinnerung: Zu seiner aktiven Spielerzeit hat bei Labbadie jeder Schuss getroffen? Wie gesagt, ich habe das gar nicht mehr so in Erinnerung. 🙂 🙂

    Ich hatte nur gelesen, dass beide Torhüter gelb gesehen haben. Muss ein merkwürdiges Spiel gewesen sein – leider finde ich nirgends eine Zusammenfassung mit bewegten Bildern.

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    1. Piatek… Bei dessen Elfer wußte ich wirklich nicht, ob er Lewandowski nur nachahmen oder ihn brutal parodieren wollte.

      Sommer und Pavlenka hatten beide frühe Ausflüge unternommen, Pavlenka war aber spektakulärer 🙂
      Ich denke, Zusammenfassungen gibt es frühestens morgen, wenn überhaupt. Die ARD darf nichts reinstellen aus ihrer Sportschau (heute 22.50), DAZN hatte keine Spiele. Vllt läuft ab morgen was unter bild.de?

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  3. Ach Du warst der Zuhörer. 😀 😀 😀

    … denn siebzehn Punkte in siebzehn Spielen versprechen nicht die große weite Welt …
    Sind aber im wahrsten Sinn des Wortes, teuer erkauft. 😀 😀

    Vor Wochen hatte ich schon mal davor gewarnt, dass Hertha schneller im Abstiegskampf sein könnte, als es mancher wahrhaben möchte. Und am Sonnabend kommt Werder Bremen. Der gestrige Zusammenschnitt des Spieles von Werder in Mönchengladbach kann natürlich täuschen. Wenn Bremen jedoch in Berlin ähnlich auftritt wie bei den Gladbachern, dann muss Hertha schon um die nächste Heimniederlage bangen.
    Gespannt bin ich auf die Reaktion des Investors und des geschäftsführenden Geschäftsführers. So kann es nicht ernsthaft weiter gehen. Und der Elfmeter von Piatek? Was sollte das eigentlich werden? In der Situation, in der sich Hertha befindet, solch eine Slapsticknummer abzuziehen ist schon eigenartig. Ich hätte in diesem Moment nicht Labbadia sein dürfen.

    Man soll sich nach 17 Spieltagen ja nicht zu weit aus dem Fenster hängen, doch wer anderes als die Bayern sollte Deutscher Meister werden? Wenn die Konkurrenz selbst kleine Schwächephasen der Bayern nicht nutzen können, kann man sie nicht von Platz 1 verdrängen.

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    1. Das kann wirklich ungemütlich werden, wenn Werder am Wochenende ähnlich auftritt.

      Ich hätte Labbadia verstanden, wenn er Piatek sofort runtergenommen hätte. So kann er einen Elfer auf ’nem Kindergeburtstag schießen. Es zeigt doch aber auch, daß da der eine oder andere die Gesamtlage nicht begreift, oder?

      Bayern wird zur Meisterschaft ja geradezu genötigt. Da kann man ihnen wirkich nichts vorwerfen 🙂

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      1. Das hätte wohl jeder verstanden, wenn er ihn nach dieser Nummer vom Platz geholt hätte. Nicht weil er den Elfmeter nicht verwandeln konnte, sondern diese komische Variante des Anlaufs. Mich hat das, obwohl es mich ja nicht betrifft sehr geärgert. Wie man in dieser Situation solch eine lächerliche Nummer bringen kann. Und ich würde mir den Herrn auch kräftig zur Brust nehmen. Wenn er nur seine persönliche Party möchte, dann sollte er sich einen anderen Verein suchen. Loswerden möchten sie den „Pistolero“ ja ohnehin.

        Da hast Du wohl recht, dass einige der „Superhelden“ den Ernst der Lage noch nicht verinnerlicht haben.

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