Eine Portion retro

Hach, das hätte man in einem Drehbuch kaum besser schreiben können, dieses letzte Spiel von Frankfurts Kapitän Abraham: Sieg gegen Schalke und zwei Tore macht der ausgeliehene Rückkehrer Jovic nach seiner Einwechslung. Und als wäre das noch nicht rund genug, bittet hinterher Schiri Gräfe den Abraham (nicht umgekehrt) zum Trikottausch.

Das 3:1 war allerdings ein Tor zu wenig, um Wolfsburg aus den EL- Rängen zu verdrängen, aber dazu hat die Eintracht ja noch ausreichend Zeit, denn in der Woche endet ja gerade einmal die Hinrunde. In der Gegner Schalke, wie auch die Mainzer, bislang aus sechzehn Spielen gerade einmal sieben Punkte eingefahren haben. Auch diesmal brauchte es wieder einen starken Fährmann, der Schalke im Spiel hielt. Später dann standen sie kompakt, aber nicht kompakt genug.

Am Nachmittag nutzten die Bayern ihre Chance, sich von den lahmen Verfolgern auf vier Punkte abzusetzen. Dabei hatten auch sie bis in die Nachspielzeit hinein alle Chancen, ohne Dreier nach Hause zu gehen. 2:1 hieß es am Ende gegen Freiburg, für das Joker Petersen keine halbe Minute nach seiner Einwechslung traf. Und auch wenn der Lattenkracher der Gäste nicht mehr den Ausgleich bedeutete: Bayern hat Stand heute einen Gegentreffer mehr kassiert als Bremen oder Bielefeld.

Doch so lange hinter den Münchenern Union Berlin der erste Verein ist, der am Wochenende dreifach gepunktet hat, ist es eben auch die Schwäche der Verfolger, die den Bayern einmal mehr zu Gute kommt. Erst recht, wenn sich Leverkusen und Dortmund gegenseitig die Punkte abnehmen werden, Und ob Leipzig gegen Union ein leichtes Spiel hat, darf man ebenso bezweifeln.

Im Keller bastelt Schalke derweil an seiner Retro- Nummer. Kommt Huntelaar denn nun auch nochmals zurück? Beim Ligaspiel von Ajax fehlte er wegen Wadenproblemen. Rafinha überlegt wohl noch, Büskens sucht schon seine Töppen und die Kollegen Fischer und Abramczik gehen nicht ans Telefon… 🙂

4 Gedanken zu “Eine Portion retro

  1. Ein Trikottausch mit dem Schiedsrichter. Das hatte ich auch noch nicht erlebt. 😀

    Da kann man mal wieder sehen, spielt gut bei der Eintracht, denkt, er muss höher hinaus und geht zu Real, merkt, er ist dort einer unter vielen und alles andere als der Star, und geht auf Leihbasis zurück wo er lieber hätte bleiben sollen. Aber jeder ist selbst seines Glückes Schmied.

    Die Bayern können einem ja fast ein wenig leidtun. Sind sie doch dazu verdammt wieder Deutscher Meister zu werden, weil die anderen sich einfach zu blöd anstellen. 😀 😀 😀

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    1. Zumal dann auch der Beigeschmack besteht, dass Gräfe vielleicht die vorangegangenen 90 min mit einer „Abraham-Brille“ gesehen hat. Ob so ein Trikottausch dann wirklich ein Ausdruck der Objektivität ist?

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