Noch ein Welttrainer

Wenigstens kam der Kloppo als Welttrainer in die Tagesschau am Morgen, sein Kollege Rangnick nur ins Firmen- TV bei Red Bull. Bestenfalls, aber vielleicht schütteln sie auch dort nur den Kopf und im Labor prüfen sie die Wirkung einer Überdosis ihrer Brause.

Hoch und weit sollen die Tore gemacht werden, nicht zu Weihnachten, sondern immer, fordert Welt-Red Bull- Trainer Ralle. Genau gesprochen: höher und weiter. Denn, so die umwerfende Begründung: „Wenn man bedenkt, dass der Mensch in den letzten 100 Jahren im Schnitt zehn, vielleicht sogar 15 Zentimeter größer geworden ist, fände ich es legitim, darüber nachzudenken, ob ein Tor immer noch 2,44 Meter hoch und 7,32 Meter breit sein muss“.

Und keine Sorge, der Ralle übt hier nicht für die Büttenrede. Wahrscheinlich ist es ihm ein Vierteljahr nach seinem Weggang aus Leipzig hin zum Konzern- Fußballkoordinator ein wenig zu ruhig. Zudem läuft es mit Nagelsmann bei RB und so wird er auf einen Hilferuf lange warten können.

Dann muß er halt auf diesem Weg in die Schlagzeilen und seine persönliche PR- Agentur wird ihn dabei auch sicherlich beraten haben und das Interview im Kicker mehrmals gegengelesen. Das gesprochene Wort gilt schließlich schon lange nicht mehr.

Wesentlich diskutabler scheint sein Vorschlag, eine Ausbildung für Sportdirektoren müsse verbindlich her. Dem Wortsinn nach:  wer in der Regionalliga gekickt hat, kann noch lange keinen Verein sportlich führen.

Da mag er durchaus recht haben, wobei es jenseits einer Kernkompetenz auch nicht über den Kamm zu scheren geht, was man denn als Sportdirektor nun wirklich drauf haben muß und was nicht. Zumal viele Clubs ja auch noch einen Direktor für die Finanzen haben.

Jedenfalls kann man darüber mal nachdenken. Im Gegensatz zur Torerweiterung. Oder warum nicht gleich höhenverstellbar?

4 Gedanken zu “Noch ein Welttrainer

  1. *Hahahahaha.* Ein höhenverstellbares Tor! Diese Vorstellung! Sozusagen ein Stretch-Tor! Vermutlich kommt genau DAS als nächster Vorschlag vom Rangnick!

    Im Handball wird in den unteren Jahrgängen übrigens tatsächlich das Tor mit einer Plane im oberen Bereich abgedeckt/abgehängt, weil die zehnjährigen Kinder (und die Jahrgänge darunter natürlich auch) noch zu klein sind, um die so hoch geworfenen Bälle halten zu können. Würfe, die von der Plane ins Tor abprallen, werden vom Schiedsrichter nicht gezählt. So vermeidet man die Frustration der kleinen Handballer/Innen. Das gab es bei mir früher noch nicht. Und hier – in dieser Konstellation – finde ich das tatsächlich auch sinnvoll, das Handballtor in der Höhe zu verkleinern.

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