Drei gewinnt – auch nicht immer

Mit drei Toren kann man in der Regel ja schon eine Menge anfangen. Heißt aber, es gibt auch Ausnahmefälle. Und beides zeigte der Spieltag bislang.

Da sind erst einmal die Bayern, die im Vergleich mit Vizemeister Schalke 3:1 gewannen und den Rückstand auf den BVB auf fünf Punkte verkürzen konnten. Während Lewandowski seinen erfolgreichen Abend mit Tor und Vorlage feiern konnte, standen auf Seiten der Schalker zwei Namen im Mittelpunkt:

Kutucu, der Neue aus der Jugend mit Startelfdebut und dem zwischenzeitlichen Ausgleich. Und Sebastian Rudy, von München zu den Königsblauen gewechselt. Und immer noch nicht dort angekommen. Sicher kann man den Gedanken haben, ein Auftritt in alter Umgebung könnte ihn pushen. Tat es offensichtlich nicht und nach gut einer halben Stunde nahm Tedesco ihn vom Feld. Vorführung! Höchststrafe!

Konkurrent Dortmund schoß ebenfalls drei Tore gegen Hoffenheim – verschleuderte aber seinen 3:0- Vorsprung noch in der Schlußviertelstunde gegen Hoffenheim. Da konnte auch der vergrippte Coach Favre per Handy aus dem Hotelbett nichts mehr retten.

Die Nagelsmänner werden es zu verkraften wissen, daß es erneut ein Unentschieden auswärts geworden ist. Denn der Punkt kann wichtig sein, da Wolfsburg 3:3 in Freiburg gespielt und somit gepunktet hat.

Und Hertha einen überraschenden 3:0- Auswärtserfolg in Gladbach feierte. Damit verpassen die Borussen den 13. Heimsieg in Serie. Tags zuvor listete die Rheinische Post noch Gründe für eine Gladbacher Meisterschaft auf – das Berlin- spiel lieferte Gegenargumente.

Im Abstiegskampf gewann Hannover gegen über achtzig Minuten dezimierte Nürnberger und kann nun glauben, ein Trainereffekt habe eingesetzt. – Beide dürften am Abend Fortuna Düsseldorf die Daumen drücken für einen Sieg gegen Stuttgart, damit der Relegationsplatz noch in Reichweite bleibt. Es ist ja ohnehin ungewöhnlich, daß all diese Mannschaften überhaupt noch Chancen auf den Verbleib in der Erstklassigkeit haben.

Werder muß ggen Augsburg nachlegen und die Pokalbegeisterung mitnehmen. Zehnter bleiben sie ohnehin vorerst, aber ein Sechs- Punkte- Rückstand im Falle einer Niederlage wäre dann doch noch schwer aufzuholen. Das hehre Ziel, das Trainer Kohfeldt vor der Saison  ausgegeben hat, scheint sein Team derzeit kaum nachhaltig zu beflügeln.

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2 Gedanken zu “Drei gewinnt – auch nicht immer

  1. Rudy ist mal wieder eines diese endlosen Beispiele, dass man erst einige Jahre bei der Mannschaft bleiben sollte, in die man gut hinein passt. Nach seinem Wechsel zu den Bayern kam er nie wieder an seine Hoffenheimer Form heran. Und in Schalke ist er wohl überhaupt nicht angekommen.

    Für einen hat mich der Spieltag gefreut, dem Herthaner Klünter. Gekommen vom 1. FC Köln glaubte ich schon, man hat ihn total vergessen. Er war ein Opfer der Umschulung von Lazaro zum Außenverteidiger. Durch die Sperre von Lazaro hatte sich Dardai nun an ihn erinnert und er machte seine Sache sehr gut. Hoffentlich bekommt er wieder eine Chance.

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    1. Ich frage mich auch oft, ob es die Jungs selbst sind oder ihre Berater, die meinen eine einzige gute Saison sofort anderswo versilbern zu müssen. Statt darauf zu vertrauen, zwei oder drei Jahre am Stück konstant gut zu spielen – und dann ggf. zu wechseln.

      Klünter schien mir auch wie eine Wiederentdeckung zu sein. Glaube, der wurde und wird unterschätzt.

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